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Neues Ausstellungsgebäude für Bauernhausmuseum

Planungen für Neubau in Amerang können beginnen


Das Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern bekommt eine neue Attraktion: Im Frühjahr 2023 soll der Spatenstich für ein neues Ausstellungsgebäude gesetzt werden. Der Bezirksausschuss des oberbayerischen Bezirkstags hat nun die Mittel für die ersten Planungen freigegeben.



Für das Ausstellungsgebäude soll ein Entwurf des Architekturbüros Florian Nagler umgesetzt werden, der im Herbst 2020 den Zuschlag bekommen hatte. Bevor der Bau starten kann, sind umfangreiche Planungsarbeiten zu Architektur, Technik, Bauphysik und Statik notwendig. Hierfür hat der Bezirksausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 31. März, seine Zustimmung gegeben und dafür insgesamt 350.000 Euro bereitgestellt.

Der Entscheidung für den Neubau war eine unerfreuliche Erkenntnis vorausgegangen: Vor sechs Jahren hatte sich herausgestellt, dass das Obergeschoss des Stadels Kirchweidach, in dem bis dahin der Ausstellungsraum untergebracht war, ein massives Statik-Problem hatte und den Brandschutzvorgaben nicht mehr entsprach. Die Räumlichkeiten mussten notfallmäßig gesichert werden und standen nicht mehr zur Verfügung. Umbauen war für Museum und Baureferat des Bezirks Oberbayern keine Option, da der Charakter und das Erscheinungsbild des Gebäudes dadurch zu stark gelitten hätten. Ein Neubau erschien daher sinnvoll. Man entschied sich, hierfür den Wirtschaftsteil des Bartlhofs zu ersetzen. Aus zwei Gründen: Zum einen, weil der Bartlhof ein zentrales Museumsgebäude ist und in der Nähe des Eingangs liegt. Und zum anderen, weil der Wirtschaftsteil kein Originalbau ist, sondern eine Nachkonstruktion aus den Anfangsjahren des Museums, und deswegen problemlos einem neuen Ausstellungsgebäude weichen kann.

Der geplante Neubau soll aus regionalen und natürlichen Materialien errichtet werden und würde damit in jeder Hinsicht den Leitlinien zur „Nachhaltigen Baumaterial- und Baustoffwahl“ entsprechen, die der Bezirk Oberbayern vor kurzem für sich beschlossen hat. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist Bezirkstagspräsident Josef Mederer begeistert von dem Entwurf: „Hier entsteht ein Gebäude, das in punkto Nachhaltigkeit wirklich Vorbildcharakter hat und ein Aushängeschild für den Bezirk Oberbayern ist.“