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Als das Kino in die Schule kam...

Schulfilmvorführungen im ländlichen Oberbayern 1926 bis 1929
Ausstellungsstation "Eine neue Zeit - die Goldenen Zwanziger" im Bauernhausmuseum Amerang

Das Ende des Ersten Weltkriegs bewirkte in Deutschland radikale Veränderungen in Staat, Politik und Gesellschaft. Unruhen und Instabilität prägten die ersten Jahre der jungen Republik. Eine Phase wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs folgte, die bis zum Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929 andauerte. Die Sonderausstellung im Freilichtmuseum Glentleiten spürt dem Alltag der ländlichen Bevölkerung Oberbayerns nach und eröffnet unbekannte Perspektiven auf diese Epoche. Das Bauernhausmuseum Amerang nimmt als Teilaspekt Schulfilmvorführungen in den Blick.

„Von Allweyerscher Schulfilm“ 1926 bis 1929

Max von Allweyer ließ sich am 13. Februar 1926 die „Vorführung von Lehr- und Kulturfilmen“ in München registrieren. Er besetztet mit seinen Schulfilmvorführungen eine Nische in der Unterrichtsgestaltung und stieß auf Wohlwollen oder Ablehnung bei den Lehrkräften. Drei Jahre lang führte er an oberbayerischen Schulen Kinofilme mit beweglichen Bildern vor. Zu sehen waren Filme wie eine "Eisenbahnfahrt von Kandy nach Colombo" oder "Im Zoolgoischen Garten". Mit seinen Tourneen brachte Max von Allweyer Schülerinnen und Schüler erstmals mit "lebenden Bildern" in Kontakt – die nicht einmal zehn Jahre später – unter anderen ideologischen Vorzeichen fest als Unterrichtsmittel etabiliert werden sollten.

#eineneuezeit #oberbayern

Ausstellungsstation in der Furthmühle, Erdgeschoss (bis 3. November 2019)

Demnächst erscheint die Publikation zur Ausstellung im Volk Verlag.