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Unsere Lieblingsobjekte

In loser Reihenfolge stellen wir Lieblingsobjekte des Museums vor. Wir berichten über die persönlichen Ausstellungshighlights der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Genauso freuen wir uns über Ihre Entdeckungen und außergewöhnlichen Geschichten zu den Objekten. Und: Wir suchen auch neue Lieblingsobjekte!

Ausstellung zur Stallviehhaltung im Mittermayerhof

Das Bauernhausmuseum Amerang sucht Fotografien und Objekte zur Stallviehhaltung von Milchkühen. Wir überarbeiten momentan unsere Ausstellung im Mittermayerhof, die die Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre thematisiert.

Wer hat in seinem Keller oder auf dem Dachboden noch alte Fotos oder Fundstücke rund um das Thema "Kühe"? Wir sind außerdem auf der Suche nach alten Verpackungen oder Werbeanzeigen von Milchprodukten wie Butter, Milch oder Käse. Wir möchten mehr erfahren über die "Schweizer" und "Schweizerinnen", die bei uns arbeiteten. Und wo gab es überall Milchsammelstellen? Haben Sie noch Erinnerungen oder Fotografien von den Eisenbahnzügen, die an jeder Milchkanne hielten und München in der Nachkriegszeit mit Milch versorgten?

Wir freuen uns auf neue Objekte und neue Geschichten. Wer vermeintliche Raritäten besitzt und diese zur neuen Ausstellung beisteuern will, den bittet das Ausstellungsteam um Kontaktaufnahme. Wir freuen uns auf Ihre E-Mail an museum@bhm-amerang.de oder Ihren Anruf 08075 - 91 509 0.

Schwerkraftfalle

In der Speis des Bartlhofs stehen auf einer Anrichte unterschiedliche Mausefallen. 
<br/> © Bezirk Oberbayern, Archiv BHM Amerang
In der Speis des Bartlhofs stehen auf einer Anrichte unterschiedliche Mausefallen.
© Bezirk Oberbayern, Archiv BHM Amerang

In der Speis im Bartlhof steht eine Schwerkraftfalle mit einem sekundärem Wasserglas (Einweckglas). Diese Falle ist nach dem bekannten Bender-Modell gebaut. Der Schreiner Carl Bender aus Wiesbaden ließ sich seine erfolgreiche Mausefalle 1889 patentieren, mit der ihm ein wirtschaftlicher Erfolg gelang. Der Mausefangautomat wurde weltweit verkauft. Im späten 19. Jahrhundert war Bender Inhaber der größten Mausefallenfabrik mit 160 Mitarbeitern.
In der Gebrauchsanleitung heißt es: „Die Maus wird mit einem Stück Speck auf eine Wippe gelockt. Mit ihrem Gewicht löst sie eine Falltür hinter sich aus und kann nur noch durch eine Röhre aus Drahtgeflecht weiterkrabbeln. Auf halber Höhe dieses Fluchtkanals passiert sie eine weitere Klappe, die mittels Rückstellsperre den Weg nach unten endgültig verschließt. Oben angelangt, gerät sie auf eine Fallbrücke und stürzt in ein tödliches Wasserbassin; der Fallbrückenmechanismus bewirkt eine erneute Öffnung des Eingangtors für das nächste Opfer“.
Aus Kostengründen wurde die Herstellung der Benderschen Fallkonstruktion 1970 eingestellt. Heute sind Fallen dieses Typs nicht mehr zugelassen.

"So fortschrittlich unsere Technik ist und, dass wir meinen, wie wir sind – die Mäuse beschäftigen uns noch immer." (Franz L., Besucherservice)

Der Hasenbräter

Halali! Ein kurioser Topf aus unserer Sammlung: der Hasenbräter. Das Emaillegeschirr mit seiner ungewöhnlichen Form ist speziell für das Braten und Schmoren eines Feld- oder Stallhasen ausgelegt.

Hasenbräter aus Emaille. <br/> © Bezirk Oberbayern, Archiv BHM Amerang
Hasenbräter aus Emaille.
© Bezirk Oberbayern, Archiv BHM Amerang

Hase gebraten: 1 Hasenziemer mit Schlegeln, 40-60g Speck zum Spicken, Salz, 60-80g Fett, Bratzutaten: 1 Zwiebel, Wurzelwerk, 3/4 l Flüssigkeit, 4-6 Eßlöffel sauren Rahm, 1  Teelöffel Weizenmehl (Bayerisches Kochbuch, 1938).