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Strizzis, Lackl'n, Goaßlschnalzer - Bayernbilder und volkstümliche Unterhaltung
21.6. - 3.11.2013
Weiß-blauer Himmel, Trachten, Schuhplattler und Blasmusik: In keiner anderen Region Deutschlands gibt es ein derart typisiertes Bild der Menschen und ihrer Mentalität wie in Oberbayern. Die Ausstellung "Strizzis, Lackl'n, Goaßlschnalzer" will "Bayernbilder" zeigen, die sich aus dem Selbstverständnis und dem Fremdbild ergeben. Sie geht der Frage nach, wie die volkstümliche Unterhaltung diese Stereotypen aufgegriffen und geprägt hat. Ausgewählte Beispiele stellen dar, wie diese immer noch genutzt werden.
Die meisten der so genannten „Bayernbilder“ kamen im ausgehenden 19. Jahrhundert auf, als sich die Residenzstadt München durch den enormen Zuzug der Landbevölkerung zur Großstadt entwickelte. Die neuen städtischen Bevölkerungsschichten grenzten sich gegenüber den „Dummen vom Land“ mit der Figur des „G’scheerten“ ab. Vergnügungstheater aller Art schossen aus dem Boden, Varieté- und Volkssängerabende zogen Tausende in ihren Bann.
Gleichzeitig suchte die Münchner Bevölkerung im Voralpenland und im Gebirge die Natürlichkeit und Ursprünglichkeit, die sie in der alltäglichen Betriebsamkeit vermisste. Die Städter verbrüderten sich mit den Einheimischen, zogen deren Kleider an und begeisterten sich für Lieder, Tänze und sonstige Darbietungen. Ein neues Phänomen entstand: Alpensänger und Bauerntheatergruppen bereisten das Land und verbreiteten idealisierte Abbilder bayerischer Lebensweisen.
Die volkstümliche Unterhaltung in Stadt und Land wirkte als Motor für die Verbreitung von „Bayernbildern", die bis heute als allseits bekannt gelten. Aufgegriffen wurden diese auch vom Fremdenverkehr, der sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat und immer wieder die eingängigen Bilder in der Tourismuswerbung verwendet.
21.6. - 3.11.2013
Weiß-blauer Himmel, Trachten, Schuhplattler und Blasmusik: In keiner anderen Region Deutschlands gibt es ein derart typisiertes Bild der Menschen und ihrer Mentalität wie in Oberbayern. Die Ausstellung "Strizzis, Lackl'n, Goaßlschnalzer" will "Bayernbilder" zeigen, die sich aus dem Selbstverständnis und dem Fremdbild ergeben. Sie geht der Frage nach, wie die volkstümliche Unterhaltung diese Stereotypen aufgegriffen und geprägt hat. Ausgewählte Beispiele stellen dar, wie diese immer noch genutzt werden.
Die meisten der so genannten „Bayernbilder“ kamen im ausgehenden 19. Jahrhundert auf, als sich die Residenzstadt München durch den enormen Zuzug der Landbevölkerung zur Großstadt entwickelte. Die neuen städtischen Bevölkerungsschichten grenzten sich gegenüber den „Dummen vom Land“ mit der Figur des „G’scheerten“ ab. Vergnügungstheater aller Art schossen aus dem Boden, Varieté- und Volkssängerabende zogen Tausende in ihren Bann.
Gleichzeitig suchte die Münchner Bevölkerung im Voralpenland und im Gebirge die Natürlichkeit und Ursprünglichkeit, die sie in der alltäglichen Betriebsamkeit vermisste. Die Städter verbrüderten sich mit den Einheimischen, zogen deren Kleider an und begeisterten sich für Lieder, Tänze und sonstige Darbietungen. Ein neues Phänomen entstand: Alpensänger und Bauerntheatergruppen bereisten das Land und verbreiteten idealisierte Abbilder bayerischer Lebensweisen.
Die volkstümliche Unterhaltung in Stadt und Land wirkte als Motor für die Verbreitung von „Bayernbildern", die bis heute als allseits bekannt gelten. Aufgegriffen wurden diese auch vom Fremdenverkehr, der sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat und immer wieder die eingängigen Bilder in der Tourismuswerbung verwendet.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Sonderausstellung.
